Schröpfgläser
ausleitende Therapieverfahren 
Ausleitende Therapieverfahren wurden von der Schulmedizin bis vor ca. 100 Jahren mit Erfolg praktiziert. Man ging davon aus, dass schädliche Stoffe im Organismus, welche den reibungslosen Ablauf aller Funktionen behindern, aus dem Körper entfernt werden müssen. Aufkommende chemische Medikamente, welche Symptome schnell zum Verschwinden bringen konnten, liessen die Ausleitungsverfahren nach und nach in Vergessenheit geraten. Die Naturheilkunde griff sie schliesslich wieder auf, mit der Erkenntnis, dass in der Zeit des Überflusses, Bewegungsmangels und modernen Industriegiften ein Entfernen statt Zuführen von bestimmten Stoffen hilfreich für die Heilung sein kann.

Zu den Ausleitungsverfahren gehört u. a.:

Schröpfen
Mit der Saugglocke wird auf der Haut ein Vakuum erzeugt, welches eine Mehrdurchblutung an dieser Stelle bewirkt. Dabei tritt oft Blut aus den kleinsten Kapillaren in das umliegende Gewebe aus – es entsteht ein Bluterguss. Das Abwehrsystem unseres Körpers wird diesen Bluterguss in den nächsten Tagen wieder entfernen, d. h. in dem geschröpften Gebiet wird der Körper besonders aktiv „aufräumen“ und zwar nicht nur den Bluterguss, sondern auch eventuelle ältere abgelagerte Stoffwechselprodukte. 
Wird ein Gebiet des Rückens geschröpft, welches bekanntermassen neurologisch mit einem Inneren Organ verknüpft ist, bewirkt diese Aktivierung des Hautbezirks gleichfalls eine Aktivierung des entsprechenden Organs.